Schulportrait

Unser Menschenbild geht davon aus,

  • dass Menschen von Natur aus soziale und neugierige Wesen sind;
  • dass sie individuell unterschiedliche Anlagen und Bedürfnisse haben und ein unterschiedliches Maß an notwendiger Unterstützung benötigen;
  • dass Menschen eine vorbereitete Umgebung brauchen, um ihr Wesen entfalten zu können. 

 

Menschen streben nach

  • der Erreichung einer gewissen Rolle (Wichtigkeit, Verantwortung, Einbezug in den Alltag)
  • Selbstverwirklichung
  • Halt und Orientierung (Grenzen)
  • Erreichung größtmöglicher Autonomie

 

"Der friedvolle Umgang mit uns selbst und unseren Mitmenschen ist Ausgangsbasis und Ziel unseres Lernens und Handelns. Gemeinsam wollen wir Verantwortung übernehmen für eine offene, tolerante und mitfühlende Gesellschaft."

 

Zum Zeichen für das BRG in der Au

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Informationen sammeln, sie zu verarbeiten und zu Entscheidungen heranziehen, ist die Grundvoraussetzung zur Lösung eines Problems.

Nun erscheint uns die Umwelt als Quelle unendlich vieler Informationen. Die Aufgabe des menschlichen Erkenntnisapparats ist also die Wahrnehmung und die Analyse des Datenflusses ind er Umwelt. Ein Mensch kann sich aber nicht die ganze Palette sozialer Situationen und Gegenstände merken. Deshalb muss er beginnen, aufgenommene Informationen über die Zeit zu integrieren, sie zu verallgemeinern und sie schließlich der Verarbeitung zugänglich zu machen. Dies ist ein permanenter Druck zur Informationsreduktion. Dieser Vorgang muss so ablaufen, dass er dem Menschen hilft, seine Umwelt so zu meistern, dass sein Überleben garantiert ist. Der Erkenntnisapparat, der die Datenreduktion und Verarbeitung leistet, ist somit ein Ergebnis der biologischen Evolution. (nach Karl Grammer, 1995)

Unser hier verwendetes Zeichen ist ein Beispiel einer solchen angeborenen Wahrnehmungsbegrenzung. Unser Gehirn nimmt an, dass das Licht immer von oben kommt. Deshalb erscheinen uns diejenigen Kreise, die einen kontinuierlichen Weiß-Schwarz-Verlauf von oben nach unten zeigen, konvex und umgekehrt konkav. Drehen wir also das Zeichen um 180 Grad, interpretieren wir die Kreise umgekehrt. (Nach Rachmandran, 1988)

So erscheinen mir diese anonymen Zeichen (keine formale Bindung an gängige Signets!) als geeignetes Symbol für ein Gymnasium, in das laufend neue Erkenntnisse aus den Forschungsbereichen Pädagogik und Psychologie einfließen. Für den, der das Beispiel aus der einschlägigen Literatur (Wahrnehmungspsychologie, Gehirnforschung) kennt, wird es sofort zur Brücke zu den Inhalten der Schule; für den, der es noch nicht kennt, kann es ein erhellendes Spiel werden.

 

Friedl Fessler, 2008