biberwatching kleintrafen sich die Schüler_innen der 5b

heute bereits um 5:50 in der Früh. Seit einigen Jahren hat sich am renaturierten Arm des Völser Gießen eine Biberfamilie angesiedelt, die inzwischen nicht nur eine stattliche Biberburg, sondern auch einen Damm erbaut haben, der den Bach zu einem kleinen See aufstaut und so stabil ist, dass er begehbar ist.

Biber sind nacht- und dämmerungsaktive Nagetiere, die sich von Kräutern und Zweigen bzw. im Winter von Baumrinde ernähren. Um an ihre Nahrung zu gelangen, fällen sie sogar große Bäume mit – scheinbarer – Leichtigkeit. Ihre Vorderzähne, deren Zahnschmelz auf der Außenseite verstärkt ist (u.a. ist Eisen eingelagert – daher sind Biberzähne orange), wachsen zeitlebens nach. Um sie vor den Bibern zu schützen, wurden viele der Bäume in der Völser Innau mit Maschendrahtzaun umwickelt. Biber leben in Familienverbänden, wobei sich auch die älteren Geschwister um die Jungen kümmern.
Würden wir das Glück haben, die Biber zu Gesicht zu bekommen?
Gleich an der ersten Stelle, schräg gegenüber von der Biberburg, hatten wir die erste Biber-Sichtung. Allerdings konnten wir das Tier nur von weitem beobachten, wie es in der Nähe der Biberburg seine Runden drehte.
Um etwas näher heranzukommen, benutzten wir den Biberdamm als Brücke- ein kleines Abenteuer für sich!
Als der Großteil der Klasse den Damm überquert hatte, entdeckte Biologielehrer Alexander Prantner unterhalb des Dammes in unmittelbarer Nähe einen der Biber. Vom anderen Ufer aus, gut verborgen unter den Weiden, bezogen wir unseren Beobachtungsposten – und entdeckten sogar noch ein zweites Tier in unmittelbarer Nähe.
Auf den ersten Blick könnte man einen im Wasser treibenden Biber leicht mit einem Stück Holz verwechseln – und erst bei genauem Hinschauen entdeckt man Nase und Augen, die übrigens zum Tauchen verschlossen werden können.
Einige von uns hatten sogar das Glück, einen „Biberkuss“ beobachten zu können, und wurden von einem „Schwanzklatscher“ erschreckt, aber nicht nassgespritzt. Wir waren erstaunt, wie wenig sich die Biber von uns stören ließen – fast schien es, als fänden sie uns auch recht interessant... (Ulla Traugott-Priester, 4. Juli 2018)

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 Klick aufs Bild! (Bilder: trau)