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Zu viel Schokolade macht unmündig

Muendigkeit kleinSagt Immanuel Kant.

Na ja. Nicht direkt. „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit.“ Das klingt schon mehr danach … 

Aber dennoch: Die 7A hat im Deutschunterricht nachgedacht, was es mit dieser „Unmündigkeit“ auf sich hat und – vor allem - was sie mit unserem Alltag zu tun hat. Das Ergebnis? Viele kritische Fragen…: Wie mündig bin ich, wenn ich – ohne Nachzudenken – im Geschäft nach der Colaflasche greife? Automatisch den süßen Schokoriegel in den Einkaufskorb lege? Aus Gewohnheit vor dem Einschlafen Instagram, TikTok und Whatsapp durchforste? Instinktiv mir jeden Tag die Kopfhörer aufsetze und die Außenwelt abschirme? Gedankenlos tagtäglich in unzählige Verhaltensmuster falle? 

Kann man das noch „mündiges“ Verhalten nennen? „Nein!“, meinte die 7A und beschloss daraufhin einen Selbstversuch für eine Woche zu starten. Jeder Schüler und jede Schülerin suchte sich einen klar definierten Themenbereich (Essen, Handygebrauch, allgemeine Verhaltensmuster, Musikgenuss…) und versuchte eben dort im Alltag sieben Tage lang als „aufgeklärter Mensch“ Mündigkeit zu leben.

Einige Auszüge aus den abschließenden Reflexionen:

„Gelernt habe ich, dass man durch bewusstes und selbstständiges Denken andere Möglichkeiten in Betracht zieht, an die man vorher gar nicht gedacht hat, weil man zu sehr in einer immer wiederkehrenden Routine feststeckte.“ Juliana

„Am Anfang der Woche hatten wir Nachmittagsunterricht und da ich mir in der Mittagpause keinen überflüssigen Zucker kaufte, ging es mir am Nachmittag sogar besser als sonst, da ich sonst sehr träge und müder werde.“ Thomas

„Am interessantesten fand ich, dass man eigentlich schon nach kurzer Zeit wieder auf eine bestimmte Weise „unmündig“ wird. Der Mensch ist halt ein gemütliches und bequemes Wesen.“ Noel

„Am interessantesten fand ich jedoch, dass ich mich weniger gestresst und generell optimistischer gefühlt habe. Außerdem konnte ich besser einschlafen, weil mein Melatoninspiegel nicht durch blaues Handylicht beeinflusst war.“ Jana

„Diese kleinen Veränderungen in der Denkweise machen mehr aus, als man denkt.“ Miriam

„Ich nehme aus diesem Experiment mit, dass ich vorher nachdenken und in mich hineinhören soll (…) und nicht automatisch zu etwas hingehe, weil ich es immer so mache.“ (Gerald Helfer, 10. Dezember 2020)

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