Atemgasanalyse Graphik klein... für das BRG in der Au und das Institut für Atemgasanalytik der Uni Innsbruck

Unter dem wissenschaftlichen Arbeitstitel „FEM_BREATH – Entwicklung von Atemtests für personalisierte Medizin“ arbeiten 8 SchülerInnen des BRG in der Au gemeinsam mit der renommierten Arbeitsgruppe rund um Univ. Prof. Doz. (ETH) Dr. Anton Amann vom Institut für Atemgasanalytik zusammen. [Kickoff for the cooperation - English version]

Wer lässt sich schon gerne stechen oder gar ein kleines Stück Gewebe herausschneiden? Gemäß der Zielsetzung von FEM_BREATH könnte eine mögliche schmerzfreie Diagnose der Zukunft heißen: Ausatmen bitte!
Projektleiter Univ.-Prof. Doz. (ETH) Dr. Anton Amann: “FEM_BREATH bietet Schülerinnen und Schülern die phantastische Chance, mit WissenschafterInnen des Institutes für Atemgasanalytik der Universität Innsbruck aktiv an einem medizinischen Forschungsprojekt mitzuarbeiten. Somit werden durch Sparkling Science die Karrierewege in naturwissenschaftliche und medizinische Studien geebnet.”

Marion Todeschini aus der 7A: „Ich ziehe in Erwägung beruflich in den Bereich der Forschung zu gehen. Da ich mich auch sehr für Medizin interessiere war es ausschlaggebend für mich, dass sich dieses Projekt mit Atemgasanalyse beschäftigt. Die Möglichkeit, eine Krankheit nur durch „verbrauchte Luft“ festzustellen hat mich sofort fasziniert. Ich hoff wir bekomme die Gelegenheit uns einige Grundkenntnisse anzueignen und ich kann herausfinden, ob dies der richtige Weg für mich ist. Außerdem erwarte ich mir, dass wir sehr praxisbezogen lernen und wir unser wissenschaftliches Arbeiten verbessern können.“

Jovan Häusler aus der 8C: „Ich habe mich hauptsächlich beworben, weil ich sehr gerne an Projekten teilnehme, aber auch weil ich mir denke, dass die Atemgasanalyse als erste diagnostische Methode sehr vielversprechend wirkt und mich deswegen interessiert. Ich erwarte mir vom Projekt Einsichten in das Verfahren und auch, dass wir viel selbst probieren dürfen, um möglichst viel an Erfahrung mitzunehmen.“

Clara Possert aus der 7C: „Persönlich erwarte ich mir, dass wir einen Einblick in das Leben der Chemiker bzw. Mediziner bekommen. Ich bin gespannt, was wir bei diesem Projekt lernen und hoffe, dass wir auch selber viele Erfahrungen sammeln können. Ich würde es super cool finden, wenn auch wir die Möglichkeit haben mit Patienten_innen praktisch zu arbeiten und dadurch auch den Umgang mit ihnen besser kennen lernen dürfen. Ich habe mich bei diesem Projekt beworben, weil ich sehr interessiert an einem Medizin Studium bin und ich kann mir vorstellen, dass ich durch dieses Projekt einen guten Einblick in das Studium bekomme. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich auf den Beginn dieses Projektes.“

Im Rahmen von FEM_BREATH werden SchülerInnen mit unseren ForscherInnen Atemtests zur Messung von Enzymaktivitäten kennenlernen und spurengasanalytische Methoden für u. a. die Krebsdiagnostik weiterentwickeln. Der FEM_BREATH Projektunterricht soll die darin involvierten SchülerInnen dazu anregen, eigenständig und an der Forschung orientiert zu lernen. Die SchülerInnen wirken in allen Projektphasen und an allen darin zu verrichtenden Arbeiten aktiv mit: Wissenschaftliche Recherchen, anspruchsvolle spurengasanalytische Messungen, Mitarbeit im klinischen Umfeld, biostatistische Auswertungen sowie deren Interpretation.

In FEM_BREATH werden flüchtige Stoffe in der Atemluft u. a. zur Diagnose von Karzinomen untersucht. Erste Untersuchungen von Atemgasproben wurden von Doppel-Nobelpreisträger Linus Pauling durchgeführt. Er konnte mittels Gaschromatographie rund 200 flüchtige Substanzen der Ausatemluft entdecken. Zu den bekanntesten Atemtests gehört der Nachweis des Magenkeims Helicobacter pylori – in Zukunft könnten auch die Früherkennung von Krebs, Diabetes und Depressionen mittels Atemgasanalytik bewerkstelligt werden, wobei FEM_BREATH ein besonderes Augenmerk auf Gendergerechtigkeit in der wissenschaftlichen Forschung legt.

FEM_BREATH ist in Tirol und Vorarlberg das herausragende Science Center zur Förderung von SchülerInnen und MaturantInnen in den Bereichen der Naturwissenschaften (Medizinische Chemie, Molekularbiologie) und der Technischen Wissenschaften. Wir ermöglichen Schülerinnen Einblicke in ein aufstrebendes Forschungsgebiet; unser Konsortium besteht aus Tiroler und Vorarlberger Forschungseinrichtungen, in- und ausländischen Partnerschulen, einer ausländischen Forschungsinstitution in Bratislava (Slowakei) und einer weltweit agierenden Gelehrtengesellschaft.

Atemgasanalyse Graphik

Projektleitende Einrichtung

Universität Innsbruck, Institut für Atemgasanalytik, Dornbirn
Projektleitung: Univ.-Prof. Doz. Dr. Anton Amann
Leiterin der SchülerInnenpraktika: Dr. Veronika Ruzsanyi
Projektkoordinator: MMMag. Marco Freek, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. +43 676 5577996

Wissenschaftliche Partner

•    Medizinische Universität Innsbruck
•    Fachhochschule Vorarlberg GmbH

Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft

Tiroler Landeskrankenanstalten GmbH

Beteiligte Schulen

•    BRG in der Au, Innsbruck, Tirol
•    BG Dornbirn, Vorarlberg
•    Akademisches Gymnasium Innsbruck, Tirol
•    BRG Adolf-Pichler-Platz, Innsbruck, Tirol
•    Liceum Ogolnoksztalcace, Torun, Polen

Laufzeit

1. November 2014 - 30. September 2016

Koordinator für BRG in der Au

Prof. Daniel Dieplinger (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Kickoff for the cooperation - English version